Lohnt sich eine PV-Anlage 2025?

Die kurze Antwort: Ja, aber... es kommt auf verschiedene Faktoren an. Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.

Ja, es lohnt sich!

Typische Amortisation: 8-12 Jahre
Bei 20+ Jahren Lebensdauer bedeutet das über 10 Jahre Gewinn

Aber Vorsicht bei...

Schlechten Voraussetzungen
Nord-Dächer, starke Verschattung oder überhöhte Preise können die Rentabilität mindern

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Finanzielle Aspekte - Wann lohnt sich Photovoltaik?

Die Rentabilität einer PV-Anlage hängt von mehreren Faktoren ab. Die wichtigste Kennzahl ist die Amortisationszeit - also wie lange es dauert, bis sich die Investition durch eingesparte Stromkosten und Einspeisevergütung bezahlt macht.

Beispielrechnung: 10 kWp PV-Anlage

  • Anschaffungskosten: 15.000€ (brutto)
  • Jährliche Produktion: 8.000 kWh
  • Eigenverbrauch: 40% (3.200 kWh)
  • Einspeisung: 60% (4.800 kWh)
  • Jährliche Ersparnis: ca. 1.400€
  • Amortisationszeit: ca. 10,7 Jahre

Fazit: Nach etwa 11 Jahren haben Sie Ihre Investition zurück. Da PV-Anlagen 20-25 Jahre halten, bleiben 10-14 Jahre reiner Gewinn!

Faktoren für die Rentabilität

Positive Faktoren:

  • Hoher Eigenverbrauch (spart teuren Netzstrom)
  • Süd-/Südwest-Ausrichtung
  • Wenig Verschattung
  • Steigende Strompreise
  • Günstige Anschaffungskosten
  • Regionale Förderungen

Negative Faktoren:

  • Nord-Ausrichtung des Dachs
  • Starke Verschattung
  • Überhöhte Preise (über 1.800€/kWp)
  • Sehr niedriger Eigenverbrauch
  • Schlechter Dachzustand
  • Komplizierte Dachform

Technische Voraussetzungen

Nicht jedes Haus ist für Photovoltaik geeignet. Hier die wichtigsten technischen Voraussetzungen für eine rentable PV-Anlage:

Dachausrichtung und Neigung

Optimal

Süd, 30-35° Neigung
100% Ertrag

Gut

Ost/West, 20-50°
85-95% Ertrag

Problematisch

Nord, >60°
unter 70% Ertrag

Verschattung

Schon kleine Verschattungen können den Ertrag erheblich reduzieren. Prüfen Sie:

  • Bäume, Nachbargebäude: Schatten besonders zur Mittagszeit vermeiden
  • Schornsteine, Antennen: Können einzelne Module verschatten
  • Saisonale Verschattung: Laubbäume im Sommer beachten

Dachzustand

Wichtige Überlegungen

  • Alter des Dachs: Bei Sanierungsbedarf innerhalb von 10 Jahren besser erst das Dach erneuern
  • Dachform: Einfache Satteldächer sind günstiger als Walm- oder Mansarddächer
  • Statik: Das Dach muss das zusätzliche Gewicht von ca. 20 kg/m² tragen können
  • Dachfläche: Mindestens 30 m² für eine wirtschaftliche Anlage

Rechtliches & Bürokratie

PV-Anlagen bringen auch rechtliche und steuerliche Aspekte mit sich. Hier ein Überblick:

Anmeldung und Genehmigung

  • Bundesnetzagentur: Anmeldung im Marktstammdatenregister (kostenlos)
  • Netzbetreiber: Anmeldung für Netzanschluss
  • Baugenehmigung: Meist nicht erforderlich (außer bei Denkmalschutz)
  • Versicherung: Haftpflicht meist automatisch mit eingeschlossen

Steuerliche Aspekte (seit 2023 vereinfacht)

Gute Nachrichten für Privatpersonen

  • Einkommensteuer: Erträge bei Anlagen bis 30 kWp steuerfrei
  • Umsatzsteuer: 0% bei Kauf und Betrieb (Kleinunternehmerregelung möglich)
  • Gewerbesteuer: Entfällt für Privatpersonen
  • Rückwirkung: Auch für Anlagen ab 2022 rückwirkend anwendbar

EEG und Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist für 20 Jahre garantiert:

  • Anlagen bis 10 kWp: ca. 8,2 ct/kWh (Stand 2025)
  • Anlagen 10-40 kWp: ca. 7,1 ct/kWh
  • Volleinspeisung möglich: Höhere Vergütung bei Kompletteinspeisung

Umweltaspekt & Nachhaltigkeit

Neben der finanziellen Rentabilität ist auch der Umweltaspekt ein wichtiger Faktor für viele PV-Anlagen-Besitzer:

CO₂-Bilanz

  • CO₂-Ersparnis: ca. 0,5 kg CO₂ pro kWh
  • Energetische Amortisation: 1-2 Jahre
  • Lebensdauer: 25+ Jahre
  • Recycling: 95% der Module recycelbar

Wertsteigerung

  • Immobilienwert: Steigerung um 3-5%
  • Unabhängigkeit: Weniger abhängig von Strompreisen
  • Zukunftssicherheit: Steigende Energiepreise
  • Image: Nachhaltiges Wohnen

Beispiel: Umweltbilanz einer 10 kWp Anlage

  • Jährliche CO₂-Einsparung: ca. 4 Tonnen
  • CO₂-Einsparung über 20 Jahre: ca. 80 Tonnen
  • Entspricht: 40.000 km Autofahrt weniger pro Jahr

Häufige Fragen zur PV-Rentabilität

Wie lange dauert es, bis sich eine PV-Anlage amortisiert?

Die typische Amortisationszeit liegt zwischen 8-12 Jahren. Bei optimalen Bedingungen (Süd-Ausrichtung, hoher Eigenverbrauch, günstige Anschaffungskosten) kann sie auch bei 7-8 Jahren liegen. Bei ungünstigen Bedingungen kann sie bis zu 15 Jahre betragen.

Lohnt sich eine PV-Anlage auch bei Ost-West-Ausrichtung?

Ja, definitiv! Ost-West-Anlagen haben zwar 10-15% weniger Ertrag als Süd-Anlagen, dafür aber eine gleichmäßigere Stromproduktion über den Tag. Das erhöht oft den Eigenverbrauch und kann die geringere Gesamtproduktion kompensieren.

Wie hoch sollte der Eigenverbrauch sein?

Ein Eigenverbrauch von 30-50% ist gut, 50-70% ist sehr gut. Je höher der Eigenverbrauch, desto rentabler ist die Anlage, da Sie teuren Netzstrom (ca. 32 ct/kWh) durch eigenen Solarstrom ersetzen. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch auf 70-90% steigern.

Was passiert, wenn die Einspeisevergütung sinkt?

Die Einspeisevergütung ist für 20 Jahre fest garantiert ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Spätere Änderungen des EEG betreffen Sie nicht. Außerdem steigen die Strompreise tendenziell stärker als die Einspeisevergütung sinkt, was den Eigenverbrauch noch attraktiver macht.

Brauche ich einen Batteriespeicher?

Ein Speicher ist nicht notwendig, aber kann sinnvoll sein. Ohne Speicher amortisiert sich die PV-Anlage meist schneller. Mit Speicher erhöhen Sie den Eigenverbrauch und die Unabhängigkeit, die Gesamtrendite kann aber niedriger sein. Rechnen Sie beides durch!

Wie finde ich einen seriösen Anbieter?

Holen Sie mehrere Angebote ein und achten Sie auf: Detaillierte Ertragsprognose, transparente Kostenaufstellung, Referenzen, Zertifizierungen, lokale Präsenz für Service. Preise über 1.800€/kWp sind meist überteuert. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!

Lohnt sich eine PV-Anlage 2025 noch?

Ja, sogar mehr denn je! Die Anlagenpreise sind gesunken, die Strompreise gestiegen, und die steuerlichen Hürden wurden 2023 fast komplett abgeschafft. Dazu kommen steigende CO₂-Preise und die Unabhängigkeit von Energieimporten. Die Rahmenbedingungen sind derzeit sehr gut.

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